Wie man Schlagzeilen macht

Kaum war der Programmparteitag der AfD vorbei, hagelte es schon Schelte aus allen Ecken. Die üblichen Verdächtigen natürlich vorneweg, aber das kennt man ja. Ganz große Geschütze fuhr allerdings ein „Verband Europäischer Juden“ auf: Die AfD sei „antisemitisch„.

Wow. Da bleibt einem natürlich die Spucke weg. Jeder, der sich nur aus öffentlich -rechtlichem Rundfunk oder den gängigen Mainstreammedien informiert – die gerade diese Meldung ordentlich streuten – kann nun nur noch zu dem Schluß kommen: Das sind Nazis. Denn Judenhaß ist ja bekanntlich der letzte und größte Mosaikstein im Spiel „Puzzle Dir Deinen Nazi“, den v.a. die linken Parteien und Medien seit Bernd Luckes Tagen spielen.

Was genau aber macht die AfD nun so antisemitisch? Immerhin sei laut Verbandsvorsitzendem Menachem Margolin „die Zukunft des europäischen Judentums  bedroht“, sollte die AfD an die Macht kommen. Die Rede ist von „kalten Schauern“ und Parallelen zu 1933 – fantasievoll werden Assoziationen geweckt, man sieht die Demokratie förmlich am Ende.

Schächtverbot?

Argumente freilich sucht man vergeblich – es werden lautstark Forderungen nach einem Eingreifen der Bundesregierung erhoben und eine Menge Behauptungen aufgestellt – wie so oft mit dem beliebten Rückgriff auf Lehren der Geschichte – der Antisemit steckt qua Genetik schließlich in jedem Deutschen – das einzige konkrete Beispiel ist jedoch die angebliche Forderung nach einem Schächtverbot in Deutschland. Unerwähnt bleibt, daß die AfD „das auch von Muslimen und Juden akzeptierte Schächten mit vorheriger Elektrokurzzeitbetäubung“ befürworte.

Antisemitismus durch Deutsche?

Auch fragt man sich, ob den jüdischen Verbänden komplett die Verhältnismäßigkeit abhandengekommen ist. Für wen sprechen sie, für unsere jüdischen Mitbürger wohl kaum – wissen diese doch genau, woher die Gefahr kommt: Die Anschläge in Frankreich und die jüngsten Übergriffe im Alltag waren mitnichten von Rechten organisiert. Vielmehr sorgen Salafisten  und die schiere Zahl muslimischer Migranten für Angst und Schrecken. Selbst Anetta Kahane, ehemals Stasi – IM, nun Vorsitzende der linken Amadeu-Antonio-Stiftung, mußte vor drei Jahren bereits zugeben, daß die Übergriffe v.a. von jungen Migranten verübt werden.

„Verband europäischer Juden“ gibt es gar nicht!

Woher also der ganze Spuk? Heute meldete sich Henryk M. Broder mit einer eindrucksvollen Klarstellung zu Wort: Einen „Verband der europäischen Juden“ gibt es gar nicht! Es handelt sich wohl um eine ungeschickte Übersetzung – die „European Jewish Association“ sei schlicht und einfach ein „privater Verein“, in Konkurrenz zum „European Jewish Congress“ gegründet.

Klar ist: Einen Verein kann jeder gründen: Wer dahinter steht oder welche Politik forciert wird, steht auf einem anderen Blatt. In einem müßte sich die EJA bei der AfD hingegen gut aufgehoben fühlen. Schließlich ist die AfD gegen die strengere Regulierung von privatem Waffenbesitz. Menachem Margolin von der EJA fordert dies schon länger: Die Waffengesetze in Europa sollten geändert werden, damit Juden Waffen tragen dürfen.

https://europablind.wordpress.com/

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Wie man Schlagzeilen macht

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