Der Coup: Die Sueddeutsche Zeitung – und viel heiße Luft

Die Sueddeutsche Zeitung ist dieser Tage in aller Munde – ja, genau, wir sprechen von Heribert Prantls „Alpenprawda“, wie sie gerne genannt wird. Das Blatt, das scheinbar immer noch gelesen wird und einen Recherche – Verbund ausgerechnet mit den zwangsgebührenfinanzierten Rotfunksendern WDR und NDR gegründet hat, bietet neuerdings Weltbewegendes: Die „Panama Papers“, ein vermeintlicher Skandal um Briefkastenfirmen und Offshore – Konten, Steuerhinterzieher und Putins Finanzmafia.

Wie schön, sagen sich da die deutschen Politiker der großen Koalition, endlich etwas Ablenkung von den wirklichen Krisen dieser Welt, deren wir einfach nicht Herr werden – Flüchtlingskrise, Eurokrise, Bankenkrise, Griechenland, TTIP und CETA – schimpfen wir einfach ordentlich auf die bösen Steuerhinterzieher, dann haben wir ein herrliches Feindbild, mit dem wir die Wähler von unseren Fehlern ablenken können.

Schluß mit Sozialneid auf Flüchtlinge, die wir aus den Sozialkassen finanzieren und damit die kleinen Leute ausbluten, schüren wir mal ein bißchen Sozialneid auf die richtig Reichen, denn an die kommen wir eh nicht ran – und Weltpolitik machen wir auch, denn ein oder zwei der Bösen sind irgendwie mit Putin verwandt oder haben ihm mal die Hand geschüttelt.

Zumindest unser Zensurminister Heiko Maas, der zwar allem Anschein nach keine Briefkastenfirma besitzt, dafür mit Anetta Kahane mit zwielichtigen Figuren ganz anderen Kalibers zusammenarbeitet, posaunt schon  ganz groß ein geplantes  „Transparenzregister“ heraus, das ohnehin nur wieder den kleinen Mann überwachen wird, die dicken Fische  und die Terroristen werden wieder andere Wege finden, sich dem Finanzamt zu entziehen.

Es stellen sich zwei Fragen, die im ganzen Getöse untergehen: Erstens: Ist das überhaupt illegal? Briefkastenfirmen haben zwar ein Geschmäckle und können für allerhand verwendet werden, müssen aber nicht illegal sein! Für die SUEDDEUTSCHE ist das Ganze also in erster Linie ein PR – Coup, denn harte Fakten liefert das weltweite Journalistennetzwerk noch nicht, es schmeißt nur mit Namen um sich, die immerhin schön beschädigt werden, denn etwas Dreck bleibt immer hängen.

Zweitens: Wem nutzt das Ganze? Namen aus den USA? Fehlanzeige – dafür Putin, obwohl selbst nicht betroffen, prominent auf der SZ – Titelseite – und andere Repräsentanten des „Bösen“ unter den Betroffenen. Und auch die Finanzen des internationalen Recherchenetzwerks selbst sind interessant: Förderer aus den reichen US – Clans und der Industrie stehen nicht gerade für Unabhängigkeit.

Klingt also wirklich, als paßte das der US – Regierung wirklich gut ins Konzept, man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Bösen, das sind die Anderen – und eine weitere vermeintliche Steueroase wird ausgetrocknet. War nicht die Sueddeutsche selber auch durch einige Personalien mit dem amerikanischen Thinktank „Atlantikbrücke“ verknüpft?

Unsere Presse – sie ist nicht so frei, wie sie scheint. Daß sie letztlich immer irgendwelchen Interessen dient, zeigt sich hier, da und dort – um mit Reinhard Mey zu sprechen:  Sei wachsam!

Update 05.04.2016, 21.00:

Und auch andere fragen sich, was steckt eigentlich dahinter?

Update 06.04.2016:

Noch eine kritische Stimme

…und einen Haufen unbestätigter Verdachtsfälle fand die „Achse des Guten„:

…und eine erste Mainstreamrektion auf die Kritik von der „Berliner Zeitung“ – es kann nicht sein, was nicht sein darf!

Update 07.04.2016:

Und einen herzlichen Gruß an die wunderbare Bettina Röhl!

https://europablind.wordpress.com/

 

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