Grenzen dicht – nur wie? Man muß es wollen!

Grenzen dicht – nur wie? Man muß es wollen!

Ursprünglich erstellt am 03.11.2015

Huh – da hat der AfD – Mann Marcus Pretzell ja was ganz böses gesagt:
Die Grenzen müsse man im Notfall auch mit der Waffe verteidigen.
Hm.
Ja, und? Alle stürzen sich nun auf ihn, der im Grunde doch nur etwas ganz selbstverständliches geäußert hat. Haben Grenzer keine Waffen? Ok, wir sind es nicht mehr gewohnt, das schmutzige Geschäft der Grenzwahrung (auch ein Grund, warum in Ostdeutschland den Einheimischen der Stuhl unter dem Tisch weggeklaut wird). Dieses Geschäft haben wir ausgelagert an die Außenländer der EU, wir müssen uns also mit moralischen Gedanken nicht mehr belasten. Oh – moment, da war doch noch was: Stichworte Freilassing, Passau, Spielfeld – ok, letzteres nicht die deutsche Grenze, aber das Problem offener Grenzen wird hier sehr deutlich

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4856016/Fluchtlinge_Protestmarsch-gegen-Regierung-in-Spielfeld

http://www.kleinezeitung.at/s/steiermark/suedostsued/peak_suedostsued/4856279/-Fluchtlingskrise_MiklLeitner-zu-baulichen-Massnahmen_Nationales

Momentan kann ja über die Grenze wer will (außer der deutsche Staatsbürger, der steckt im Stau und darf Züge nur noch mit Ausweis betreten). Und Angela Merkel sagt, wir können die Grenzen nicht einfach schließen – und warnt sogar vor Konflikten militärischer Art, ohne ins Detail zu gehen und, laut Handelsblatt, warnen Experten, wenn Deutschland die Grenzen schlösse, würden das auch andere Länder auf der Balkanroute tun.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wegen-geschlossener-grenzen-merkel-warnt-vor-militaerischen-konflikten-/12533556.html

Ach. Wie VERNÜNFTIG. Genau das wäre doch der Sinn! Ich stelle mich jetzt einfach mal hin und frage: wo ist denn das Problem, die Grenzen zu schließen – wenn man es will und einen Plan hat? Frau Merkels hochbezahlter Beamtenapparat sollte doch in der Lage sein, Maßnahmen zu erarbeiten?
Als naiver Bürger (die Beamten wären natürlich viel besser) habe ich einen solchen mal erdacht und schlage ihn hiermit der Frau Merkel mal vor:

Vorgehensplan für eine temporäre Grenzschließung

Punkt 1:
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Zuallererst – und ohne das geht gar nichts, müßte sich die Frau Merkel mal hinstellen und sagen, liebe Bürger, liebe Flüchtlinge, sorry, wir haben uns geirrt („ich“ wird sie wohl eher nicht sagen)- eine Million Flüchtlinge ist jetzt mal genug, wir versorgen die, die da sind, aber mehr nehmen wir nicht – und machen unsere Grenzen jetzt mal richtig dicht.
Das wäre ein Statement, das sich durch Presse und Medien zu diesem Zeitpunkt aber so was von schnell verbreiten würde, das hastenichtgesehen.
Nun wüßten Behörden, Helfer und Mitarbeiter endlich woran sie sind, die Bürger atmen auf, ein Ruck geht durch das Land.

Punkt 2:
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Sonderbusse und -Züge zum Abholen fahren nun nicht mehr, die Grenzwachen werden verstärkt, bei Notwendigkeit auch durch einen (temporären) Zaun, oder was es sonst für Möglichkeiten gibt. Um den Druck etwas zu lindern werden Seehofers Transitzonen eingerichtet, denn die Flüchtlinge an der Grenze direkt können von der Grenzschließung ja nichts wissen – aber ihnen wird klar gemacht, daß sie die letzten sind.

Punkt 3:
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In den Transitzonen und nach und nach auch im Inland werden die Asylverfahren innerhalb weniger Tage entschieden, Personen aus sicheren Drittstaaten (v.a. Balkan) und Personen ohne gültige Papiere, deren Herkunft sich nicht sicher klären läßt, werden umgehend ohne Auszahlung irgendwelcher Leistungen abgeschoben.

Punkt 4:
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Da sich die Asylbewerber in sozialen Netzwerken informieren und Kontakt halten, stellt die Bundesregierung eine TaskForce auf, die sich um die Verbreitung der neuen Informationen auf arabisch im Internet kümmert. Vorbild z.B. Australien:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/australien-will-fluechtlinge-mit-no-way-kampagne-abschrecken-a-997004.html

Denn Asylbewerber, die nicht in Gefahr geraten, kommen darin auch nicht um.
Außerdem – wozu pumpt die Bundesregierung Millionen in Auslandssender wie die Deutsche Welle (die ja auch auf Englisch sendet) – wenn sie das in Momenten wie diesen nicht nutzt).

Mittlerweile haben auch die europäischen Staaten begriffen, daß sie besser niemanden mehr durchschleusen und schließen ihre Grenzen – Asylanträge werden nun gesetzeskonform dort gestellt, wo Asylbewerber in die EU einreisen und auch entschieden, das heißt es beginnt mit den abgelehnten Asylbewerbern auch eine Gegenströmung in die Herkunftsländer – die Nachrichten verbreiten sich also auf verschiedenen Kanälen, weniger Menschen machen sich auf den Weg.

Punkt 5:
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Die Nachbarstaaten (Türkei, arabische Nachbarn) werden vermehrt in die Pflicht genommen, aber auch finanziell unterstützt (daß die UNO gerade jetzt Gelder für Flüchtlingsversorgung einstellt ist ein Unding – und so schlechtes Timing, daß man fast schon wieder auf böse Gedanken kommen kann…)

http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-09/fluechtlinge-syrien-wfp-rasmus-egendal-nachbarlaender

Punkt 6:
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Das Gewaltmonopol liegt beim Staat. Das ist gut so und soll auch so bleiben – im Inneren wie an den Grenzen. Aber er muß auch zeigen, daß er bereit ist, sich durchzusetzen.
Das heißt – und hier sind wir wieder bei Marcus Pretzell: Wenn sich Menschen mit Gewalt Zutritt zu diesem Land verschaffen wollen, sind die Grenzer als Ultimo Ratio auch befugt, Schußwaffen zu gebrauchen – so wie es an jeder Grenze dieser Welt der Fall ist.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-politiker-pretzell-zur-not-fluechtlinge-mit-pistole-stoppen-a-1060572.html

So – ohne Beamtenapparat und vielleicht auch ganz naiv ausgedacht. Ich persönlich bin überzeugt: Wir schaffen das.
Aber, Frau Merkel, man muß es eben auch wollen!

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